Kurzbeschreibung

Kurzbeschreibung

Weiterhin besteht das Ziel, im Jahre 2020 eine Million Elektrofahrzeuge in Deutschland am Markt platziert zu haben. Deshalb fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie seit dem 1. Juli 2012 das Projekt „eNterop“. Ziel des Projektes eNterop ist die Sicherstellung interoperabler Kommunikation zwischen Elektrofahrzeug und Ladesäule. Nur dadurch lässt sich eine breite Marktakzeptanz der Elektromobilität erreichen.

Dazu sollen im Projekt zum einen automatisierbare Testabläufe in Software und Hardware realisiert werden, die die Interoperabilität solcher Systeme sicherstellen. Zum zweiten soll eine Referenzplattform geschaffen und offengelegt werden, um insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen den Marktzugang zu erleichtern. Das Projekt mit einer Laufzeit von 2 Jahren und einem Finanzvolumen von rund 4,6 Mio Euro wird zur einen Hälfte vom BMWi, zur anderen Hälfte von den beteiligten Industriepartnern getragen.

Die internationale Standardisierung zum ISO/IEC 15118 Vehicle-to-Grid Communication Interface (V2G CI) ist der entscheidende Schlüsselfaktor für die Interoperabilität von Elektrofahrzeugen und zukünftigen Infrastrukturen, sowie für die Integration der Elektromobilität in die energiewirtschaftliche Wertschöpfungskette.

 

Projekthintergrund

Projekthintergrund

Im Rahmen der Energiewende nimmt die Elektromobilität zentrale Schlüsselpositionen ein: Aus energiewirtschaftlicher Sicht werden Elektrofahrzeuge als steuerbare Lasten und dezentrale Energiespeicher im Verteilnetz einen großen Beitrag zur Energienetzstabilisierung leisten. Damit spielen sie bei der effektiven Ausnutzung der Netze, aber auch bei der Nachhaltigkeit des zukünftigen Individualverkehrs eine zentrale Rolle.

Voraussetzung für die notwendige Breitenwirkung der Elektromobilität ist daher eine intelligente und nahtlose Integration in die Infrastruktur. Dies kann marktwirtschaftlich darstellbar nur erreicht werden, wenn die Interoperabilität der weltweit produzierten und eingesetzten Fahrzeuge mit der Infrastruktur sichergestellt wird. Die Interoperabilität spielt zudem für die Benutzerakzeptanz eine zentrale Rolle.

 

Ziele des Projekts

Ziele des Projekts

Mit der Unterstützung der Mitglieder des eNterop Konsortiums konnten bereits 2010 die ersten Entwürfe des V2G CI Standards in der ISO/IEC verabschiedet werden. Nun ist es in der Vorproduktphase entscheidend, die Etablierung und breite Marktentfaltung der Standards zu stimulieren. Hierzu werden im Projekt drei Teilbereiche adressiert:

  • Definition von automatisierbaren Test- und Prüffunktionen, die eine selbständige Entwicklung standardkonformer von Produkten ermöglicht, ohne aufwändige Interoperabilitätstests zwischen unterschiedlichen Herstellern zu erzwingen. Gleichzeitig wird mit diesem Ansatz eine freie Marktentfaltung sichergestellt und einer Marktfragmentierung frühzeitig entgegengewirkt.
  • Konzeption und Entwicklung einer Referenzimplementierung als offene Technologieplattform zur Minderung technischer Hürden in der Umsetzung neuer V2G Produkte und Dienstleistungen. Dies adressiert insbesondere die Entwicklung von international vermarktungsfähigen Produkten der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU).
  • Unterstützung laufender Modellregionen, Förderprojekte und KMU im Einsatz standardisierter Technologie, so dass frühzeitig Anwendungs- und Umsetzungserfahrungen in die eNterop Technologieplattform zurückfließen. In diesem Zusammenhang wird das eNterop Konsortium einen engen Austausch mit der Normungsinitiative Elektromobilität (DIN, DKE, NAAutomobil) unterstützen.
 
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